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Hypermetropie

Hypermetropie oder Weitsichtigkeit ist eine Sehstörung, die sich dadurch äußert, dass der Mensch die von ihm in der Entfernung liegenden Objekte deutlich erkennt, wobei er Schwierigkeiten bei der Erkennung der in der Nähe liegenden Objekte hat.

Wenn wir über die in der Nähe liegenden Objekte sprechen, so bedeutet das, dass sie sich in einem Abstand von höchstens 30 cm von den Augen befinden. Hypermetropie ist eine der Refraktionsstörungen, wobei gebrochene Lichtstrahlen hinter der Netzhaut scharfgestellt werden.
Im Ergebnis bildet sich das kopfstehende reduzierte Bild nicht an der Netzhaut, sondern hinter ihr, sodass das Bild unklar ist und scharfe Konturen hat.

Ursachen der Hypermetropie

Meistens führt eine fehlerhafte Form des Augapfels zur Entwicklung der Hypermetropie, der in seiner Längenabmessung kürzer ist. Alle Kinder kommen auf die Welt mit der Weitsichtigkeit. Mit dem Wachstum des Körpers (dementsprechend auch der Augäpfel) kommt Sehfunktion allmählich in die Norm. Mit 4 Jahren können die Kinder in der Regel schon gut sowohl in die Ferne, als auch in die Nähe sehen.

Hypermetropie wird oft bei älteren Leuten beobachtet. Das ist damit verbunden, dass die Augenlinse mit den Jahren ihre Fähigkeit zur Änderung der Krümmung, nämlich zur Akkommodation, verliert. Dieser Prozess beginnt schon mit 25 Jahren, führt aber zur Verschlechterung der Sehfunktion erst nach Erreichung vom Menschen des Alters von 45–50 Jahren. Mit 60 Jahren wird die Fähigkeit der Augenlinse restlos verloren. In diesem Fall spricht man über die Altersweitsichtigkeit oder Presbyopie.

Grade der Weitsichtigkeit

Je nach der Anzahl der Dioptrien, die einem Menschen für normale Sehfunktion fehlen, unterscheidet man folgende Grade der Weitsichtigkeit:

  • geringer Grad (höchstens + 2,0 Dioptrien),
  • mittlerer Grad (von + 2,0 bis +4,0 Dioptrien),
  • hoher Grad (für normale Wahrnehmung umstehender Gegenstände sind Brille oder Kontaktlinsen mit Stärke über +4,0 Dioptrien notwendig).

Symptome und Diagnostik der Hypermetropie

Bei geringem Grad der Hypermetropie haben die Leute Schwierigkeiten nur beim Betrachten von nahliegenden Objekten. Das Sehvermögen in die Ferne bleibt in der Regel erhalten. Deshalb brauchen solche Patienten Brille nur für die Arbeit. Mit dem Fortschreiten der Erkrankung beginnt das Sehvermögen in die Ferne zu leiden. In diesem Fall verschreiben die Ärzte ihren Patienten mit Weitsichtigkeit die Brille nicht nur für die Arbeit, sondern auch für das ständige Tragen. Ohne Korrektur der Hypermetropie können häufige und anhaltende Kopfschmerzen entstehen, die oft mit hohen Sehbelastungen verbunden sind. Viele Patienten klagen über die erhöhte Augenermüdung beim Lesen.

   

Bei der Arbeit und beim Lesen versuchen die Leute mit Hypermetropie ihre Augen anzuspannen. Das führt zum Gefühl des Unbehagens und Brennen in den Augen. Der Mensch beginnt unwillkürlich seine Augen mit den Händen zu reiben, sodass verschiedene Infektionen in die Augen eindringen. Demzufolge entstehen verschiedene entzündliche Krankheiten – Gerstenkorn, Chalazion, Blepharitis, Konjunktivitis.

Bei Hypermetropie versuchen die Patienten beim Lesen ihr Buch weit entfernt zu halten, wodurch das visuelle Bild der Buchstaben verbessert wird. Trotzdem hat die Weitsichtigkeit manchmal kein Auftreten und wird erst bei der Untersuchung und Bestimmung der Sehschärfe vom Augenatzt diagnostiziert.

Weitsichtigkeit bei Kindern

Der Krankheitsfall der Hypermetropie bei den Kindern im Vorschulalter soll keine Besorgnis der Eltern erregen. In meisten Fällen ist das eine normale physiologische Erscheinung, die mit dem Erwachsenwerden der Kinder automatenhaft verschwindet. Wenn das Kind aber das Alter von sechs Jahren erreicht hat und die Hypermetropie erhalten bleibt, so sollte man ihre Korrektur durchführen. Verspäteter Therapiebeginn kann zum weiteren Fortschreiten des Sehschärfeverlustes, der Entwicklung des Schielsehens oder der Amblyopie führen.

Beim schwachen Grad der Kurzsichtigkeit haben die Kinder in der Regel keine Beschwerden während einer langen Zeit, indem sie bestehende Probleme kaum bemerken. Einige von ihnen klagen aber zur gleichen Zeit über leichtes Unbehagen in den Augen. Bei der Verschlechterung der Sehfunktion kann das Kind aggressiv, reizbar, zurückgezogen werden. Er klagt über Kopfschmerzen, erhöhte Müdigkeit und schlechten Allgemeinzustand.

Behandlung der Hypermetropie

Behandlungsmethode der Weitsichtigkeit wird von einem Augenarzt unter Berücksichtigung des Alters des Patienten, des Niveaus seiner physischen Aktivität, des Krankheitsgrades, der Beschäftigungsart, der Anwesenheit oder des Nichtvorhandenseins der Begleiterkrankung verordnet. Es ist heutzutage unmöglich, die Weitsichtigkeit mit konservativen Methoden zu heilen. Deshalb können die Ärzte ihren Patienten entweder chirurgischen Eingriff, oder optische Korrektur empfehlen.

Optische Korrektur erfolgt mit Hilfe der Brille und der Kontaktlinsen. Jede von diesen Methoden hat ihre Vor- und Nachteile. Brille ist billig, aber unpraktisch, unkomfortabel und nicht ungefährlich. Moderne Kontaktlinsen gewährleisten eine maximale Sehschärfe, sie sind komfortabel und sicher. Als einziger Nachteil gilt ihr hoher Preis.

 

Für Patienten mit Presbyopie sind spezielle multifokale Kontaktlinsen empfohlen. Sie bieten hervorragende Qualität des Sehens in beliebiger Entfernung an. Dabei befreit sich der Patient von der Notwendigkeit, zur gleichen Zeit mehrere Brillen (für Lesen, für Arbeit, für das Sehen in die Ferne) zu tragen. Außerdem kann der Mensch sein normales Leben führen, Sport treiben, gefahrlos sein Auto fahren..

Chirurgischer Eingriff bei der Hypermetropie wird in der Regel in schweren Fällen verordnet, wenn vollständige Korrektur des Sehens mittels der Brille oder Kontaktlinsen nicht erreicht werden kann. Chirurgische Eingriffe werden erst ab Erreichung vom Patienten des Alters von 18 Jahren durchgeführt.

Je nach den Besonderheiten des Verlaufs der Hypermetropie können dem Patienten verschiedene chirurgische Methoden empfohlen werden. Alle sind auf die Wiedeherstellung der optischen Kraft der Augen gerichtet, die die gebrochenen Strahlen exakt an der Netzhaut und nicht hinter ihr fokussieren lässt. Die verbreitetesten Methoden der chirurgischen Eingriffe bei der Hypermetropie sind zurzeit folgende: Implantation der positiven Linse, Thermokeratokoagulation, Thermokeratoplastik, Ersatz der farblosen Linse.

Prophylaxe der Hypermetropie

Prophylaxe der Entwicklung der Weitsichtigkeit besteht in der Durchführung von Maßnahmen, die die günstigsten Bedingungen für die Arbeit schaffen, sowie auch in einer richtigen und ausgeglichenen Ernährung.

Es ist wünschenswert, sich vor dem Computerbildschirm höchstens zwei Stunden während des Tages zu befinden, dabei sollte er in einem Abstand von über 40,0 cm von den Augen stehen. Es ist empfohlen, nicht mehr als zwei Stunden pro Tag fernzusehen, dabei muss man von dem Fernseher in einem Abstand von über 2,0 m sitzen. Derzeit können Einschränkungen bei der Verwendung der LCD/LED-Fernseher und Bildschirme erweitert werden.

Es ist notwendig, während des Arbeitstages alle zwei Stunden eine kurze Gymnastik für die Augen zu machen, indem Sie abwechselnd auf die Objekte in der Nähe und in der Ferne blicken. Es ist wünschenswert, dass sich das naheliegende Objekt in einem Abstand von 50,0 cm und das in der Ferne liegende Objekt in einem Abstand von 5,0 m von Ihnen befinden.

Außerdem ist es nicht empfohlen, sich eine lange Zeit in den Räumen mit einem unzureichenden Beleuchtungsniveau zu befinden und im Liegen zu lesen. Ebenso spielt eine rechtzeitige Erkennung der Augenkrankheiten und intrakranieller Hypertension eine große Rolle für die Gesundheit.