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Keratokonus (Hornhautkegel)

Keratokonus ist eine dystrophische Erkrankung der Hornhaut, die zur allmählichen Ausdünnung und der Verformung der Hornhaut führt. Es ist zu betonen, dass eine rechtzeitige Behandlung des Keratokonus besonders wichtig ist. Laut medizinischer Statistik wurde in den letzten Jahren der Zuwachs der Keratokonus-Krankheitsfälle dokumentiert.

Beim Keratokonus bricht die kegelförmige Hornhaut die Strahlen, die unter verschiedenen Winkeln auf die Hornhaut fallen, auch verschieden. Dies lässt nicht nur die Sehschärfe sinken, sondern trägt auch dazu bei, dass die erkrankte Person die Umrisse der Gegenstände nur verschwommen oder verzerrt sehen kann. In einem fortgeschritteneren Stadium des Keratokonus kann die Hornhaut so dünn werden, dass sie reißt und schmerzhafte Empfindungen hervorruft.

Der Keratokonus beginnt schon in der Pubertät sich zu entwickeln. Die Krankheit verläuft sehr langsam und bleibt für den Erkrankten oft völlig unbemerkt. In einigen Fällen werden die Symptome erst nach 8-10 Jahren bemerkbar.

Ursachen des Keratokonus

Die Ursache der Erkrankung ist bisher noch nicht bekannt. Es existiert jedoch eine Meinung, dass eine Veranlagung zum Keratokonus vererbt werden kann. Vor allem spielen hier solche Faktoren wie die Besonderheiten der Hornhautstruktur und negative Auswirkung bestimmter Faktoren der Umwelt (Erhöhung der Strahlungsbilanz, erhöhte Intensität der UV-Strahlung) eine große Rolle. Darüber hinaus glauben die Fachexperten, dass die Pathologie des Bindegewebes und die Defekte des endokrinen Systems zu den Ursachen der Entwicklung des Keratokonus zählen können.

Symptome des Keratokonus 

In der Regel wird von der Krankheit zunächst nur ein Auge betroffen und erst nach einiger Zeit wird auch die Hornhaut des zweiten Auges in den Krankheitsprozess einbezogen. Die Geschwindigkeit der Entwicklung der Symptome und der Grad der Ausprägung der Hornhautverformung sind somit für die beiden Augen unterschiedlich. Man kann nie voraus sagen, wie sich der Keratokonus in einem konkreten Fall entwickeln wird. Jedoch ist die Krankheitsprognose immer ziemlich ernsthaft.

Im Anfangsstadium der Erkrankung zeigen sich oft ähnliche Symptome wie bei den folgenden Sehstörungen: Astigmatismus, Myopie (Kurzsichtigkeit), Computer Vision Syndrom, Syndrom des „trockenen“ Auges, etc. Die meisten Erkrankten klagen über das Doppelsehen, das verschwommenes Sehen, Licht-Aureole um die Gegenstände, die vor allem bei unzureichender Beleuchtung zu sehen sind und schnelle Ermüdbarkeit der Augen.

 

Das typische Symptom des Keratokonus ist die monokulare Polyopie, bei der die betrachteten Gegenstände doppelt wahrgenommen werden. Vor allem kann man dieses Symptom beim Betrachten der hellen Gegenstände, die sich vor dem dunklen Hintergrund befinden, feststellen.

Bei einer starken Verformung der Hornhaut sinkt die Sehkraft immer schneller. Aus diesem Grund wird der Erkrankte oft gezwungen seine Brille oder Kontaktlinsen durch die stärkeren Sehhilfen zu ersetzen. Der Prozess der Verminderung der Sehleistungen ähnelt sich der progressiven Kurzsichtigkeit, beginnt allerdings viel früher, schon ab dem Alter von 20 Jahren.

Diagnose des Keratokonus

Die Entwicklung des Keratokonus wird häufig von einem Augenarzt schon in dem Fall angenommen, wenn der Patient im Alter von 20-30 Jahren an einer zunehmenden Hornhautverkrümmung leidet sowie Beschwerden über das Doppelsehen der Gegenstände hat. Zur Bestätigung der Diagnose werden unterschiedliche Untersuchungen der Augen des Erkrankten durgeführt:

  • Biomikroskopie – Untersuchung der Hornhaut mit Hilfe einer Spaltlampe;
  • Kerato-Topographie – Ermittlung des Reliefs der Hornhaut und Erstellung einer Art Landkarte auf dem Basis der Ergebnisse;
  • Kerato-Pachymetrie – Messung der Hornhautdicke mittels Ultraschallwellen;
  • Skiaskopie – eine manuelle Methode zur Ermittlung der Refraktion mit Hilfe der im Spiegel reflektierten Lichtstrahlen. 

Komplikationen des Keratokonus

Die Krankheitsprognose beim Keratokonus ist immer sehr ernsthaft. Die Krankheit kann die folgenden Komplikationen verursachen:

  • Hornhauttrübung;
  • Sehabfall;
  • akuter Keratokonus;
  • Hornhautruptur.

Behandlung des Keratokonus

Die Behandlung des Keratokonus kann durch einen chirurgischen Eingriff oder durch herkömmliche Methoden erfolgen. Die herkömmlichen Methoden der Behandlung werden normalerweise im Anfangsstadium der Erkrankung verwendet. Das Ziel der Behandlung ist nicht die Wiederherstellung der verlorenen Sehkraft, sondern vielmehr das Aufhalten der Krankheitsentwicklung oder das Erreichen der Stabilität des Keratokonus.

 

Zur Korrektur des Sehfehlers beim Keratokonus im Anfangsstadium wird meistens das Tragen einer Brille mit Zylindergläsern empfohlen (wie beim Astigmatismus). Beim weiteren Krankheitsverlauf ist es jedoch besser, auf die harten sauerstoffdurchlässigen Kontaktlinsen umzusteigen, die die Form der Hornhaut nachahmen und aus diesem Grund perfekt auf dem Auge sitzen und eine hohe Sehqualität ermöglichen.

Die medikamentöse Behandlung des Keratokonus besteht in der Verwendung der Augentropfen, die aktive Stoffe enthalten, die den Stoffwechsel der Hornhaut anregen (Quinax, Emoxipine, Taufon, etc). Außerdem wird den Erkrankten eine physiotherapeutische Behandlung (Phonophorese, Magnettherapie) verschrieben.

 

Zur Stärkung der Hornhaut und der Unterbrechung der weiteren Verformung werden eine „Vernetzung“ der Kollagen-Fasern (Hornhaut-Crosslinking) sowie eine Einpflanzung von speziellen Kunststoffsegmenten der Hornhaut (Intrastroma-Keratoplastik) durchgeführt. In einigen Fällen gelingt es, gute Ergebnisse mit der Methode der Laserthermoplastik sowie mit Hilfe des Excimer-Lasers zu erzielen, dessen Hauptziel ist, die Bowman-Membran zu stärken.

In den späteren Stadien des Keratokonus, wenn die Trübung der Hornhaut stark ausgeprägt ist und wenn die Hornhaut schon vernarbt ist, ist die Durchführung der perforierenden Keratoplastik (Verpflanzung der Donor-Hornhaut) notwendig. In den meisten Fällen lebt sich das Transplant ein, da es keine Blutgefäße in der Hornhaut gibt. Außerdem macht diese Besonderheit der Hornhaut das Auswahlverfahren des Paars Donor-Empfänger viel leichter.