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Kurzsichtigkeit (Myopie)

Kurzsichtigkeit, auch Myopie genannt, ist eine Schwäche des Auges, bei der die Abbildung der weit entfernten Gegenstände vor der Netzhaut erfolgt (im normalen Zustand liegt der Bildfokus exakt auf der Netzhaut). Aus diesem Grund erhält man ein verschwommenes Bild und kann die Gegenstände, die in der Ferne liegen, kaum erkennen. Heutzutage ist Myopie eine der häufigsten Sehstörungen.

Der Fortschritt der Computertechnologien und des Fernsehens bringt mit sich eine zusätzliche Belastung für unsere Sehorgane. Diese Belastung ist unnatürlich, da unsere Augen an erster Stelle für die Erkennung der Gegenstände, die sich in der Ferne und nicht in der Nähe befinden, geschaffen wurden. Aufgrund dieser Belastung leidet laut Statistik jeder dritte weltweit an der Myopie. Bei der Kurzsichtigkeit ist entweder der Augapfel zu lang gebaut oder die Brechkraft der Augenlinse zu stark. Bei einem übermäßigen Längenwachstum des Augapfels entwickeln sich darin degenerative Veränderungen, die durch die Änderungen in der Struktur des Augengewebes verursacht werden.

Ursachen der Myopie

Der Erbfaktor spielt eine große Rolle bei der Entwicklung der Myopie. Laut Statistik haben 50% der Kinder, die an einer Myopie leiden, Eltern mit der gleichen Sehstörung. Nur 8 % der Kinder, die an einer Myopie leiden, haben Eltern, bei denen diese Sehstörung nicht diagnostiziert wurde. Die Erblichkeit der Myopie kann durch die Störungen der Proteinsynthese, die für die Bildung des Augenapfels erforderlich ist, erklärt werden.

   

Eine erhöhte Augenbelastung, wie beispielsweise die Überanstrengung der Augen aufgrund einer unzureichenden Beleuchtung, Belastungen bei der Beobachtung der Gegenstände, die direkt vor den Augen liegen, falsche Körperhaltung beim Schreiben und Lesen können die Entwicklung der Myopie verursachen. Ein sehr wichtiger Grund für die Entwicklung und das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit kann die falsche Anpassung einer Brille oder Kontaktlinsen sein. Dadurch entsteht die zusätzliche Belastung des Augenmuskels, die nicht nur zur Progression der Myopie, sondern auch zur Entwicklung des Schielens führen kann.

Zu den möglichen Ursachen der Kurzsichtigkeit gehören auch Sklerose der Augenlinse, die in den meisten Fällen erst im Seniorenalter entsteht; Verschiebung der Augenlinse aufgrund einer Verletzung und Veränderung der Hornhaut.

Formen der Myopie

Nach dem Verlauf der Erkrankung unterscheidet man folgende Formen der Myopie:

  • angeborene Myopie. Die Form wird bei Kindern schon im frühen Alter diagnostiziert und ist mit der Störung der Entwicklung der Augen verbunden;
  • falsche Myopie. Die Form wird durch den erhöhten Tonus des Ziliarmuskels verursacht;
  • transitorische Myopie. Die Form ist das Ergebnis einer Allgemeinerkrankung oder Einnahme bestimmter Arzneimittel;
  • Kombinationsmyopie. In diesem Fall gewährleistet die Kombination der Brechspannung der Augenoptik und der Länge der optischen Achse kaum den erforderlichen Brechungsgrad;
  • Nachtmyopie. Die Form zeichnet sich vor allem durch die Verschlechterung des Sehvermögens bei der unzureichenden Beleuchtung aus und entsteht durch eine deutliche Ausdehnung der Pupille in der Dunkelheit;progressive Myopie. Die Form ist aufgrund des mit der Zeit sich stark verschlechterten Sehvermögens zu erkennen, das mit der Ausdehnung des hinteren Abschnitts des Auges zusammenhängt;
  • Achsenmyopie. Dies ist die häufigste Form der Kurzsichtigkeit, bei der die Ausdehnung des Augapfels mit der Ausweitung der optischen Achse auftritt;
  • Brechungsmyopie. Die Form zeichnet sich durch verstärkte Brechkraft des optischen Systems des Auges aus;
  • komplizierte Myopie. Die Form kann zur kompletten Erblindung führen.

Es werden drei Grade der Myopie definiert:

  • leicht – unter 3 Dioptrien;
  • mittel - bis 6 Dioptrien;
  • stark – über 6 Dioptrien.

Manchmal treten sehr hohe Grade der Kurzsichtigkeit bis zu 25,0 Dioptrien auf.

Symptome der Myopie

Typisches Symptom der Myopie ist das unscharfe Sehen der entfernten Objekte, die beim Annähern oder bei der Anstrengung der Augen schärfer werden. Das Symptom macht sich vor allem bei der Betrachtung des ankommenden Verkehrsmittels, beim Lesen der Bücher (je entfernter das Buch ist, desto schlechter können Sie sehen) oder beim Fernsehen bemerkbar. Manchmal wird die Myopie vom Astigmatismus begleitet. Bei der Myopie können oft Kopfschmerzen, Diplopie (Doppelsehen), Müdigkeit und Augenschmerzen auftreten.

Diagnostik und Behandlung der Myopie

Für eine erfolgreiche Behandlung und Korrektur dieser Sehschwäche ist es notwendig, eine ophthalmologische Untersuchung durchzuführen, bei der der Augenarzt Ihre Sehschärfe ermittelt, Länge des Augapfels mittels der Sonographie messt, den Augenhintergrund untersucht und Refraktometrie durchführt. Bei der Notwendigkeit wird eine zusätzliche Untersuchung empfohlen.

Bei der Behandlung der Myopie werden spezielle Übungen für die Augen eingesetzt, die die Augenmuskeln trainieren und ihre Fähigkeit zur Fokussierung verbessern. Außerdem ist es zu empfehlen, Arzneimittel einzunehmen, die die Blutzirkulation und den Stoffwechsel in der Netzhaut anregen. Mit Hilfe einiger Methoden der Physiotherapie, Massage der Hals-und Nackenwirbelsäule wird die Funktion der Netzhaut stimuliert.

 

Besondere Bedeutung wird der Korrektur der gestörten Sehfunktion beigemessen. Die Patienten bekommen Brillen oder Kontaktlinsen verschrieben, die für sie angepasst werden müssen. Nur ein Optiker oder Augenarzt kann die Anpassung richtig durchführen.

Um die Auswirkung der Akkommodation zu beseitigen, empfehlen viele Ärzte ihren Patienten anstatt einer Brille von Zeit zu Zeit auch Kontaktlinsen zu tragen. Beim Tragen der Kontaktlinsen ändert sich der Zustand der Hornhaut des Auges und sie entspannt sich.

Heutzutage werden zur Korrektur der Myopie hauptsächlich weiche Linsen verwendet, die aus Hydrogel- oder Silikon-Hydrogel-Materialien hergestellt werden. Sie gewährleisten eine hohe Sehschärfe, Komfort und Sicherheit beim Tragen.

Korrektur der Brechkraft bei der Myopie kann mit Hilfe eines chirurgischen Eingriffs erfolgen. Somit wird die Progression der Krankheit angehalten sowie die Entwicklung möglicher Komplikationen verhindert.

Komplikationen bei der Myopie können Netzhautabhebung, Sklerastaphylome, degenerative Veränderungen der Netzhaut und Glaskörper, progressive Prozesse der Sehminderung sein.

Für die Vorbeugung der Myopie ist es notwendig, auf den Zustand des ganzen Körpers und auf den Zustand der Augen sowie darauf, ob eine Verminderung der Sehleistung auftritt, zu achten. Eine Frühdiagnose bei der Myopie kann nicht nur die Krankheitssymptome lindern, sondern auch das weitere Fortschreiten der Kurzsichtigkeit komplett verhindern.

Ecolens Team