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Erscheinen eines neuen Modells der Teleskop-Kontaktlinsen

Die altersbedingte Makuladegeneration stellt eine große medizinische und soziale Schwierigkeit dar, weil sie eine der Hauptgründe der Sehverschlechterung bzw. des vollständigen Sehverlustes bei den älteren Menschen ist. Die herkömmlichen Kontaktlinsen helfen bei dieser Pathologie nicht. Deswegen arbeiten die Spezialisten aus der ganzen Welt an diesem Problem.

So wurden, zum Beispiel, die einzigartigen Kontaktlinsen mit dem eingebauten Teleskop in San-José (USA) präsentiert. Dabei sind diese Kontaktlinsen nur 1,55 mm dicht.

Diese Teleskop-Kontaktlinsen wirken zusammen mit einer speziellen Brille, die imstande ist, nicht auf ein einfaches Zwinkern, sondern auf Zublinzeln zu reagieren. Um das sichtbare Bild wesentlich zu vergrößern, soll man mit dem rechten Auge zublinzeln. Der Übergang zum Ausgangsmodus erfolgt beim Zublinzeln mit dem linken Auge.

In seiner Rede betonte Erick Tremblay, Professor an der ETH (Lausanne): «Wir glauben, dass dieses neue Modell der Teleskop-Kontaktlinsen die Qualität des Sehens bei den Patienten, die an der altersbedingten Makuladegeneration leiden, verbessern wird. Es fiel uns ziemlich schwer, eine Kompromisslösung zwischen der Effizienz der Kontaktlinsen und den sozialen Aufwänden zu finden. Derzeit ist der Bedarf an tragbaren Geräten, die das sichtbare Bild um das Mehrfache vergrößern lassen, sehr hoch. Die von uns entwickelten Kontaktlinsen stellen eine der möglichen Lösungen dar. Jetzt steckt das Projekt noch in der Entwicklungsphase, aber wir hoffen, dass die Massenproduktion der Kontaktlinsen bald in Gang gesetzt wird».

Das erste Modell der Teleskop-Kontaktlinsen wurde im Jahre 2013 hergestellt. Das neue Modell, das in diesem Jahr präsentiert wurde, unterscheidet sich von dem vorherigen durch eine vervollkommnete  Membran und das Vorhandensein des Zubehörs, das die Verwendung der Kontaktlinsen für die Benutzer leichter machen wird.

Die der Öffentlichkeit vorgeführten Teleskop-Kontaktlinsen stellen eine Art der Sklerallinsen dar. Sie sind aus Kunststoffen, polarisierten Schichten und Aluminiumgläser hergestellt. Alle Komponenten sind miteinander mit einem bioverträglichen Klebstoff verbunden.

Um den Sauerstoffmangel der Hornhaut zu vermeiden, gibt es in der Matrix der Kontaktlinsen spezielle Luftkanäle, die 0,1 mm im Durchmesser sind. Trotzdem darf man die Teleskop-Kontaktlinsen lange nicht tragen, weil sie das Atmen der Hornhaut stören. Deswegen setzen die Wissenschaftler fort, die Teleskop-Kontaktlinsen zu vervollkommnen.