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Sphärische und asphärische Kontaktlinsen – was ist der Unterschied?

Oftmals kann man in der Beschreibung der Kontaktlinsen lesen, dass ein jeweiliges Modell ein asphärisches Design hat und Aberrationen ausgezeichnet ausgleicht. Für viele Kunden sagt diese Beschreibung nichts und hat wenig Sinn. Deshalb berichten wir Ihnen gerne über solche Kontaktlinsen ein bisschen ausführlicher.

Vor allem muss geklärt werden, was das Wort „Aberration“ eigentlich bedeutet. Unter dem Begriff Aberration des Auges versteht man in der Ophthalmologie ein Fehler in der Abbildung, die auf die Netzhaut des Auges übertragen wird. Die Entstehung dieser physischen Erscheinung ist damit verbunden, dass unser Auge trotz der Einmaligkeit seines Baus doch nicht perfekt ist.

Der Abbildungsfehler des Auges kann nicht nur mit der Klarheit, Form der Hornhaut und der Augenlinse, sondern auch mit der Klarheit des Glaskörpers und Kammerwassers verbunden sein. Wenn die Netzhaut des Auges Pathologie aufweist, kann es auch zur Verzerrung der wahrnehmenden Abbildung führen. Die Entwicklung der Aberration kann sogar den Zustand des Tränenfilms beeinflussen.

Die Aberrationen der Augen werden in zwei große Gruppen geteilt: Aberration höherer Ordnung und Aberration niedriger Ordnung. Zur letzten gehören solche Abbildungsfehler wie Astigmatismus, Hypermetropie und Myopie. Die Fehler bei der Aberration niedriger Ordnung sind mit einer Brille oder Kontaktlinsen leicht auszugleichen.

Die Aberrationen höherer Ordnung können verschieden sein:

  • Sphärische Aberrationen: sie zeigen sich bei Lichtstrahlen, die die Augenlinse im Zentrum des Auges schwächer bricht als am Rand;
  • Chromatische Aberrationen: ihre Entstehung lässt sich dadurch erklären, dass das optische System des menschlichen Auges die Langwellenlichtstrahlen schwächer bricht, als die Kurzwellenlichtstrahlen. Deswegen kann man ein buntes Objekt nicht genug scharf sehen, im Vergleich zu einem einfarbigen;
  • Koma: das ist eine Art der sphärischen Aberration des schrägen Lichtbündels, das unter einem bestimmten Winkel zur zentralen optischen Achse des Augapfels verläuft, d. h. die Zentren der Augenlinse und der Hornhaut treffen einander nicht.

Die gewöhnlichen Kontaktlinsen mit dem sphärischen Design lassen nur Aberrationen niedriger Ordnung ausgleichen. Andere Arten der Abbildungsfehler werden dabei nicht gerechnet.

Die Vorderfläche der asphärischen Kontaktlinsen, in manchen Fällen auch die hintere Fläche, hat die Form des Ellipsoids und keine sphärische Form. Als Resultat wird die Brechkraft in der optischen Zone allmählich schwächer vom Rand zum Zentrum. Diese Besonderheit des Designs lässt die Aberration des Auges beseitigen und damit die Schärfe und Kontrast des Sehens erhöhen.

Die Kontaktlinsen mit dem asphärischen Design lassen nicht nur Aberrationen des Auges selbst, sondern auch Abbildungsfehler korrigieren. So werden alle betrachteten Objekte schärfer und deutlicher wahrgenommen.

Alle positiven Eigenschaften der asphärischen Linsen wirken sich in der Nachtzeit aus, weil sie die Quantität solcher optischen Erscheinungen wie Aufhellungen, Lichthöfe, Reflexionen mindern.

Der gegenwärtige Markt bietet eine große Auswahl an verschiedenen Linsen mit asphärischem Design an, solche wie: